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Schweizer Kryptowährung auf Warnliste gesetzt

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Der Erfolg der Kryptowährung Bitcoin ruft fragwürdige Nachahmer auf den Plan. Experten warnen vor dem Geschäftsgebahren einer Schweizer Alternative.

Bitcoin hat viele überzeugte Anhänger. Davon wollen auch andere Firmen profitieren und lancieren eigene Kryptowährungen. Doch die Risiken von Alternativen sind teilweise hoch, warnt die deutsche Stiftung Warentest in einem aktuellen Rundmail.

Negativ erwähnt wird auch der Schweizer Anbieter Swisscoin. Mit dem Slogan «Beginn der Revolution des Geld­verkehrs» preist Swisscoin-Anbieter Euro Solution GmbH aus Cham im Kanton Zug sein neues Zahlungsmittel an. Vor zwei Monaten wurde es lanciert. In einer Broschüre heisst es: «Jetzt sind Sie auch mal von Anfang an dabei, wenn eine welt­weite Bewegung entsteht.»

Grosser Unterschied zu Bitcoin

Doch ob das Angebot für die Kunden tatsächlich lukrativ wird, stellen die Experten von der Stiftung Warentest in Frage. Der Grund: Neulinge wie Swiss­coin unterscheiden sich stark von Bitcoin. Der grosse Unterschied zum Original ist, dass es dabei zentrale Stellen gibt, die das System kontrollieren. Ob und wie Swisscoins geschürft sowie verkauft werden können, wird also direkt von der Unter­nehmensleitung bestimmt. Die Währungen sind bisher ausserdem nur sehr begrenzt nutzbar.

Im Fokus der Kritik steht aber noch ein weiterer Aspekt. Die Heraus­geber von Swisscoin und ähnlichen Anbietern setzen auf sogenannt mehr­stufige Vergütungs­systeme. Will heissen: Die Unternehmen belohnen Kunden, wenn sie es schaffen, weitere Kunden zu Coin-Käufen zu bewegen, und diese wieder weitere Käufe veranlassen.

Swisscoin auf Warnliste

Für die Stiftung Warentest ist daher klar: «Wir setzen Swiss­coin auf unsere Warnliste Geldanlage.» Es handle sich um ein hoch­spekulatives Angebot, bei dem die Gefahr des Totalverlusts bestehe. Wenn jemand eine Beteiligung an der digitalen Währung Swiss­coin empfehle, sollte man sich bewusst sein, dass der Anbieter wahrscheinlich ein finanzielles Eigeninteresse habe. Swisscoin war für 20 Minuten nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Im Gegensatz zu Swisscoin ist das Original Bitcoin das erste digitale Zahlungs­system ohne eine zentrale Instanz. Die Nutzer alleine betreiben die Online-Währung seit dem Jahr 2009. Sie haben Bitcoin-Wallets, mit denen sie mit Bitcoins bezahlen können. In Internet-Wechsel­stuben lassen sich Bitcoins ausserdem gegen verbreitete Währungen wie Franken oder Dollar eintauschen.

Mit Bitcoins in Zug bezahlen

Die Zahlung mit Bitcoins ist seit kurzem sogar beim Schweizer Staat möglich. Das Zahlungssystem wird bis Ende Jahr versuchsweise in der Stadt Zug erprobt. Seit Juli können Gebühren bis zu 200 Franken direkt am Schalter der Einwohnerkontrolle mit Bitcoins bezahlt werden. Nachdem das Pilotprojekt beendet ist, wollen die Behörden Bilanz ziehen.


Bitcoin Nach­ahmer: Riskante virtuelle Währungen

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Gewagte Prognose. Der Wert der virtuellen Währung Swiss­Coin soll von 30 Cent im Jahr 2016 auf 10 Euro im Jahr 2020 steigen. Diese Prognose präsentiert Manfred Mayer, Vertriebs­vorstand der Veto-Concept AG, die Swiss­Coin vertreibt, in einer Online­präsentation vom Mai 2016.

Bitcoin hat viele Fans. Davon wollen Nach­ahmer profitieren. Doch die Risiken von OneCoin und Swiss­Coin sind hoch. Finanztest erklärt, wer die „Kryptowährungen“ anbietet und wie das Vertriebs­system der neuen Anbieter funk­tioniert.

Eine „welt­weite Bewegung“ soll entstehen

Als „Beginn der Revolution des Geld­verkehrs“ preist die Euro Solution GmbH aus Cham in der Schweiz ihr neues Zahlungs­mittel Swiss­Coin. Im Juni 2016 hat sie es gestartet. In einer Broschüre über die „Kryptowährung“ lockt sie: „Jetzt sind Sie auch mal von Anfang an dabei, wenn eine welt­weite Bewegung entsteht.“

Swiss­Coin und OneCoin funk­tionieren anders als Bitcoin

Auch andere Anbieter setzen auf die Begeisterung für rein digitale Währungen, die der Pionier Bitcoin ausgelöst hat. Ob das für die Kunden tatsäch­lich lukrativ wird, ist aber fraglich. Neulinge wie Swiss­Coin und OneCoin unterscheiden sich stark von Bitcoin. Bei beiden gibt es zentrale Stellen, die das System kontrollieren. Die Währungen sind bisher sehr begrenzt nutz­bar. Die Heraus­geber setzen auf mehr­stufige Vergütungs­systeme, um Kunden zu moti­vieren, ihre Produkte weiter unter die Leute zu bringen.

OneCoin-Handel derzeit nur intern

Hinter OneCoin steckt laut Firmengründerin Ruja Ignatova aus Bulgarien ein „Milliarden-Euro-Unternehmen“. Es tritt unter den Marken OneCoin, OneLife Network und OneAcademy auf. Auf der Internetseite heißt es, OneCoin sei seit Anfang 2016 die zweitgrößte Kryptowährung welt­weit, und das weniger als zwei Jahre nach dem Start. Mehr als zwei Millionen Kunden und 770 Millionen OneCoins soll es geben. In zwei weiteren Jahren will Ignatova die Nummer eins sein und zehn Millionen Kunden haben. Sie kaufen Schulungs­pakete für Preise ab 100 Euro plus 30 Euro Gebühr und erhalten „Token“, die sie zum „Schürfen“ der OneCoins einreichen.

Kryptowährung „nicht für jedermann“

OneCoin bezeichnet sich als „zentralisierte“ Kryptowährung. Sie steht nach Firmen­angaben bewusst „derzeit nicht für jedermann zum Handeln“ offen, weil sie noch neu sei. OneCoins können nur auf einer netz­werk­internen Platt­form gehandelt werden. Andere Handels­platt­formen für Kryptowährungen führen OneCoin nicht. Ob und wie OneCoins geschürft, ge- und verkauft werden können, hängt daher maßgeblich von der Unter­nehmens­führung ab. Im Juni etwa berichtete das Unternehmen über Warte­zeiten von zwei bis drei Monaten, bis Kunden ihre Coins erhielten.

Drastische Ausweitung geplant

Ignatova kündigte zugleich an, die maximal mögliche Menge an OneCoins ab Oktober von 2,1 Milliarden auf 120 Milliarden Stück auszudehnen. So etwas kann einen Kurs­absturz nach sich ziehen, falls OneCoin die Nach­frage über­schätzt haben sollte.

Kritik an Vergütungs­system

Kritiker wie die lettische Finanz- und Kapitalmarkt-Kommis­sion stören sich an dem mehr­stufigen, pyramiden­artigen Vergütungs­system: Das Unternehmen belohnt Kunden, wenn sie es schaffen, weitere Kunden zu Käufen seiner Produkte zu bewegen, und diese wieder weitere Käufe veranlassen.

OneCoin zahlt erfolgs­abhängige Provisionen und Boni

„Das Geschäfts­modell der OneCoin ist recht­lich einwand­frei und nicht als Schnee­ball­system zu qualifizieren“, betont OneCoin gegen­über Finanztest. Das OneLife Network biete echte Produkte, wie das mobile Computergerät „OneTablet“ und echte Dienst­leistungen in Form von Ausbildungs­paketen mit Finanzierungs­bezug an. Das Geschäfts­modell basiere „auf der Grund­lage eines klassischen Direkt­vertriebs­konzepts“. Es sei Mitgliedern möglich, „ihr Einkommen durch Empfehlungen und Verkäufe von Ausbildungs­paketen über Kryptowährung und Finanzmanagement an Nicht-Mitglieder zu verdienen“. Provision und Bonus würden unmittel­bar je nach Erfolg ausbezahlt – genauso wie bei bekannten Unternehmen mit Direkt­vertrieb, die Waren wie das Küchengerät Thermo­mix, die Körper­pfle­gepro­dukte von Amway oder die Nahrungs­ergän­zungs­mittel von Herbalife anbieten.

Grund­prinzip bei Swiss­Coin ähnlich

Aus dem Direkt­vertrieb kommt die Veto-Concept AG aus Leipzig. Sie stellt sich auf der Internetseite Richcoin.eu als unabhängiger Vertriebs­partner von OneCoin vor. Die digitale Währung erklärt sie zu einem „der heißesten Finanz­themen“. Sie selbst vertreibt noch eine weitere digitale Währung: Swiss­Coin. Ihr Aufsichts­rats­chef führt die Geschäfte der Swiss­Coin-Heraus­geberin Euro Solution. Das Modell von Swiss­Coin ähnelt OneCoin. Wieder gibt es Schulungs­pakete mit Token, diesmal ab 25 Euro. Auch Swiss­Coins sind noch nicht frei handel­bar, das Vergütungs­system ist mehr­stufig.

OneCoin-Anwalt warnt vor Swiss­Coin

OneCoin hält weite Teile des Vertriebs­modells für kopiert. Der Anwalt des Unter­nehmens erwirkte vor Gericht eine einst­weilige Verfügung, seine Kanzlei warnte öffent­lich vor Swiss­Coin. Die Internetseite Badbitcoin.org, eine Platt­form von Kryptowährungs­fans, übt Kritik an mehr­stufigen Vertriebs­systemen. Sie prangert unseriöse Praktiken an und sammelt negative Berichte. OneCoin steht auf ihrer „Badlist“, einer Warn­liste für nicht empfehlens­werte Angebote. Sowohl der Anwalt von OneCoin als auch die Veto-Concept AG betonen gegen­über Finanztest, das Geschäfts­modell sei legal. Die Swiss­Coin-Heraus­geberin Euro Solution antwortete nicht.

Handelt es sich um E-Geld?

Eine digitale Währung einer zentralen Anbieterin, gewerb­lich angelegt für Zahlungs­vorgänge – das erinnert an elektronisches Geld (E-Geld). Wären die Währungen so einzustufen, brauchten die Unternehmen eine Erlaubnis. Im Register der zugelassenen E-Geld-Institute der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) sind aber weder Unternehmen rund um OneCoin noch um Swiss­Coin zu finden.

Bafin könnte einschreiten

Würde die Bafin die Währungen als E-Geld einstufen, könnte sie die Rück­abwick­lung anordnen. Auch rund um klassische Kryptowährungen gibt es erlaub­nispflichtige Tätig­keiten. Im Juni berichtete das Magazin „Der Spiegel“, die Bafin prüfe OneCoin. Die Bafin äußert sich nicht dazu. Es kann aber sein, dass den digitalen Währungen aus vielerlei Gründen heiße Phasen bevor­stehen.


Latest Nachrichten aus SwissCoin

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Europe is right to kill off the criminals’ favourite banknote

The €500 note has an important role facilitating illicit activity

Most of the time I use this column to recommend policy changes that I believe would make the world a better place. This time I am saluting a policy change I believe will have significant benefits — one that carries with it important lessons.

The decision of the European Central Bank last week to stop producing €500 notes permanently is a triumph of reasonable judgment over shameless fearmongering. As Peter Sands, the former chief executive of Standard Chartered bank, wrote with several Harvard academics in a paper published this year, the ECB’s action will make the world a safer, fairer place and offers lessons for the future.

Almost everything in life, and in public policy, has both good and bad aspects. Cars provide great transport services but sometimes have devastating accidents. Liquid financial markets provide worthwhile benefits to savers and investors but can be driven to speculative excess. High denomination currency notes stand out as a case in which the good uses are dwarfed by the bad ones, and that is why they should be eliminated. Britain’s Serious Organised Crime Agency has estimated that, before their availability was curtailed in 2010, more than 90 per cent of demand in the UK for €500 notes came from criminals.

There is little if any legitimate use for €500 notes. Carrying out a transaction with 20 €50 notes hardly seems burdensome — and this would represent more than $1,000 in purchasing power. Meanwhile, 20 €200 notes would represent close to $5,000 in purchasing power.

Who in today’s world needs cash for a legitimate $5,000 transaction? Indeed, the ECB found in a study that 56 per cent of the EU public had never laid eyes on a €500 note. Cash transactions of more than €3,000 have, in fact, been made illegal in Italy; in France, the maximum is €1,000. Anyone who thinks that abolishing a high denomination note damages a country’s currency or its citizenry should note that the US and Canada have phased out the $1,000 note — and, in the case of the US, the $500 note — without noticeable complaint.

The ECB policy is at the gentle end of the reasonable spectrum of possible policies. Unlike in the US, no effort is being made to stop the use of existing notes as legal tender and the policy is being implemented only at the end of 2018.

Physical cash is used in 80 per cent of the global drug trade,
70 per cent of small arms trades and
50 per cent of human trafficking transactions

– Friedrich Schneider of Johannes Kepler University Linz

Even after this measure, the ECB will continue to issue notes more than twice
as valuable as the highest denomination notes issued anywhere else in
the Group of Seven leading industrialised nations. And certainly there is
no suggestion that eliminating cash would be desirable or is in conceivable prospect.

By contrast with normal commerce, €500 notes have an important role facilitating illicit activity, as suggested by their nickname: Bin Ladens. Measurement is obviously difficult but estimates by Friedrich Schneider of Johannes Kepler University Linz suggest that physical cash is used in 80 per cent of the global drug trade, 70 per cent of small arms trades, 50 per cent of human trafficking transactions and 50 per cent of transactions for human organs. Estimates by the International Monetary Fund and others of total money laundering consistently exceed $1tn a year. High denomination notes also have a substantial role in facilitating tax evasion and capital flight.

To be sure, it is hard to estimate how much crime will be prevented by the halt in production of €500 notes. It will surely impose some burdens on criminals and might interfere with some transactions. The main point is that even a small reduction in crime would more than justify the loss of any possible benefit that comes from the €500 note.

 Defence groups take aim at cyber security

BAE Systems' cards based on cyber-security threats already encountered by companies

BAE Systems and Raytheon are helping companies fend off attacks

In this instance, Europe has taken the lead on a significant security issue. But its action should be seen as a beginning rather than an end in itself.

First, the world should demand that Switzerland stops issuing SFr1,000 franc notes. After Europe’s bold step, these notes will stand out as the hard-currency world’s highest denomination note by a wide margin. Switzerland has a long and unfortunate history with illicit finance. It would be tragic if it were to profit from criminal currency substitution.

Second, the question of the facilitation of criminal activity should be placed prominently on the agenda of the Group of 20 leading nations. There would be a strong case for stopping the production of notes with value greater than, perhaps, $50, and also for greater co-operation to assure that new financial technologies, such as bitcoin, do not become vehicles for facilitating illicit transactions.

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Zürcher Bitcoin-Automat wieder in Betrieb

Anfang Juni stellte die Bitcoin Suisse AG den Betrieb ihres Zürcher Bitcoin-Automaten ein – nach einer Intervention der Finanzmarktaufsicht (Finma). Nun hat das Unternehmen offenbar rechtliche Fragen geklärt. Und plant in der Schweiz weitere Automaten, an denen man mit Franken die digitale Währung kaufen kann.

Die Bitcoin Suisse AG hat gemäss eigenen Angaben den Betrieb ihres Geldautomaten für die digitale Währung Bitcoin wieder aufgenommen. Seit gestern Dienstag könne man im Zürcher Impact Hub wieder Franken gegen Bitcoin tauschen, sagte Firmenchef Niklas Nikolajsen. Nach einer Intervention der Finanzmarktaufsicht (Finma) hatte die Bitcoin Suisse Anfang Juni den Betrieb des Automaten unterbrochen. Die Finma hatte den Unterbruch bis zur Klärung rechtlicher Fragen gefordert.

Diese Fragen sind nun offenbar geklärt. Nachdem die Bitcoin Suisse einer Selbstregulierungsorganisation beigetreten ist – dem Verein zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen (VQF) mit Sitz in Baar –, wurde sie als Finanzintermediär anerkannt. Alternativ hätte sich das Unternehmen direkt von der Finma beaufsichtigen lassen können. Diese beiden Möglichkeiten sieht das Geldwäschereigesetz vor, unter das der Betrieb von Bitcoin-Automaten fällt.

Länger als von der Bitcoin Suisse gedacht dauerte die Aufnahme in die Selbstregulierungsorganisation VQF. Deren Geschäftsführer Nicolas Ramelet sagte der NZZ: «Wir mussten das Geschäftsmodell prüfen, das ist ja nicht ganz alltäglich.» Zwar seien digitale Währungen für die VQF nicht ganz neu. «In dieser aussergewöhnlichen Situation mussten wir aber bei den Behörden anfühlen», sagte Ramelet. Ob seine Organisation bereits andere Finanzintermediäre für digitale Währungen als Mitglieder führt, wollte er nicht sagen.

Entgegen der ursprünglichen Mitteilung der Bitcoin Suisse hat die Finma den Betrieb von Bitcoin-Automaten nicht ausdrücklich formal genehmigt. Vielmehr scheint das Thema für die Finma mit dem Beitritt zur Selbstregulierungsorganisation geklärt. Offiziell will sich die Finma «zu Einzelfällen» nicht äussern.

Die Bitcoin Suisse will nun morgen Donnerstag einen zweiten Bitcoin-Automaten in Zürich in Betrieb nehmen. Sie übernehme den Automaten im Kafi Schoffel in der Altstadt, sagte Firmenchef Nikolajsen. Der Betrieb dieses Automaten durch eine Einzelperson hatte zuletzt ebenfalls die Finma beschäftigt. Nikolajsen betont, dass die Bitcoin-Automaten kein Geschäft mit signifikantem Umsatz seien – Hauptaktivitäten der Bitcoin Suisse seien Brokerage und Beratung. Mit den Automaten wolle die Firma für die digitale Währung werben und sie der Öffentlichkeit zugänglich machen. Deshalb seien in den nächsten 14 Tagen insgesamt drei bis vier solcher Automaten in der Schweiz geplant. Mögliche Standorte seien St. Gallen, Bern, Luzern und Zug.

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Swiss Town Begins Accepting Bitcoin for Public Services

The Swiss town council of the small municipality of Zug, Switzerland made the decision on May 3rd, 2016 to accept Bitcoin payments for dues and public utilities as part of a trial run on cryptocurrency acceptance.

Swiss Town of Zug Welcomes Bitcoin

The small town is already known for its fast growing fintech operations, even being called “Crypto Valley” by some, with 15 fintech-oriented companies being located there.  Apparently the town council has hopes Zug’s trend as a financial tech hub continues  — having embraced the new identity with this legislative move.

In a report by local publication StadZug, town mayor Dolfi Müller Stated:

We want to express our openness to new technologies by expressing our own experiences (with bitcoin). We will invite Fintech companies in Zug to exchange ideas with the City Council. Our goal is to meet their needs for optimal development in our thriving economic environment.

As the pilot program is first implemented it will initially allow payments up to 200 Francs, and possibly introducing the ability to pay larger amounts later in the future.

The trial run will last through 2016 with an analysis following to determine the costs and benefits of the decision. This analysis will ultimately determine whether or not the town council will continue allowing Bitcoin payments for municipal services.

The Town of Zug

The Town of Zug


In fact, Switzerland’s business environment and relatively free-market economy even helped to convince the Bitcoin wallet and exchange, Xapo, to
relocate to Switzerland last year.After this legislative move you can be certain Bitcoiners will be taking notice of this small town, and it already has the added benefit of being located in Switzerland  —  which is known for its business friendly environment and relatively small regulatory burden. Switzerland’s long history of regulatory stability and political neutrality has, in the past, made the country a hub for financial related business. So, it should be no surprise that the town that takes the radical step of accepting Bitcoin for utility payments would be located in the country.

In addition, along with Switzerland being a generally friendly place to do business, the town of Zug itself also provides its citizens with a relatively hands-off approach to the local economy. The Swiss town of  Zug showcases one of the lowest tax rates in the world. This combination of a hands-off approach by the government and large tax benefits has made the small town into a successful economic hub where global trade flourishes. Also, 3% of the world’s petroleum (crude oil and refined) is traded through Zug and its neighboring town of Barr.

These beneficial economic features will likely make Zug an enticing place for fintech, bitcoin, and blockchain start-ups alike to flock to.

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Polen: Minister möchte Blockchain für staatliche Behörden nutzen

Der polnische Minister für digitale Angelegenheiten möchte mit Hilfe

der Bitcoin und Blockchain-Technologie die Digitalisierung von staatlichen Diensten vorantreiben.

Diese Information geht aus einem Strategiepapier, welches im Februar veröffentlicht worden ist, hervor. Es handelt sich um die erste Veröffentlichung zum Thema Blockchain seitens der neuen Regierung. Das Ministerium für digitale Angelegenheiten wurde 2015 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt „einen digitalen Boost für die Entwicklung Polens“ zu generieren.

Dabei wurden Bitcoin und Blockchain als Technologietreiber bezeichnet und zu der Liste „Internet der Dinge“ hinzugefügt. Neben der positiven Wirkung  für die wirtschaftliche Entwicklung wird allerdings auch auf unbekannte Gefahren der Technologie hingewiesen.

Damit die Bevölkerung vor den Risiken der neuen Technologie geschützt wird soll der Staat dessen Erforschung vornehmen. Wie nun konkret die Blockchain-Technologie genutzt werden soll, um die öffentliche Verwaltung zu optimieren wurde nicht bekannt gegeben.

Zudem gab die Behörde eine eigene kurze Definition der Blockchain bekannt, in der sie die Blockchain als ein „dezentrales Verteilungssystem für Daten und Transaktionen“ beschreibt.

Eine ähnliche Erklärung gab es bereits von der Regierung Dubais, welche versucht die Blockchain auch auf breiter Ebene für staatliche Dienste zu nutzen.

Ob und wie die Blockchain-Technolgie reguliert werden soll wurde in dem Strategiepapier nicht angesprochen. Zuletzt äußerte Polens Finanzminister Ende 2015, dass keine Pläne zur Regulierung der Technologie vorliegen.

Kommentar von Sven Wagenknecht, BTC-Echo:

Das Vorhaben der nationalkonservativen polnischen Regierung, die Blockchain für die staatliche Verwaltung zu nutzen erscheint ein wenig widersprüchlich. Möglichst viel staatliche Kontrolle auszuüben und diese zentral zu steuern, ohne das Nicht-Regierungsmitglieder Zugriff auf den entsprechenden Blockchain-Service haben, ist mit den Grundprinzipien der Blockchain nur schwer vereinbar. Es drängt sich die Vermutung auf, dass sich die neue polnische Regierung als technologisch fortschrittlich darstellen möchte, ohne aber auch nur die geringste Ahnung zu haben, wie die Blockchain-Technologie effektiv umgesetzt werden kann. Die eigene Bevölkerung aufzufordern von der Blockchain die Finger zu lassen und die Erforschung dem Staat zu überlassen, mit dem Hinweis auf unbekannte Gefahren, erscheint hilflos und paternalistisch.

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Stadt Zug wird weltweit zum Bitcoin-Pionier

Als international erste staatliche Behörde akzeptiert die Stadt Zug eine Kryptowährung.

Die polnische Regierung hat vor kurzem eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um zu prüfen, wie die Bitcoin- und Blockchain-Technologie für die Digitalisierung von staatlichen Diensten eingesetzt werden kann. Auch andere Staaten befassen sich intensiv und analytisch mit den Auswirkungen dieser Verschlüsselungs-Technologie. Wesentlich kürzer sind bei diesem heiss diskutierten Thema die Entscheidungswege in der Stadt Zug.

Dort lud die Regierung Ende April einen Studenten als Experten ein, wie Stadtpräsident Dolfi Müller (sp.) erzählt. Der junge Fachmann erklärte den in technischen Fragen nicht so versierten Politikern die Mechanismen hinter den neuen Kryptowährungen. Daraufhin eröffnete der Stadtschreiber privat ein Bitcoin-Konto und fand die Sache interessant. Anfang Mai fiel der Entscheid: Ab 1. Juli können Gebühren bis zu 200 Franken direkt am Schalter der Einwohnerkontrolle mit Bitcoins beglichen werden. Das Pilotprojekt ist bis Ende 2016 befristet, anschliessend wollen die Verantwortlichen Bilanz ziehen.

Ohne es zu wollen, schreibt die kleine Stadt Zug damit Geschichte. «Das ist weltweit das erste Mal, dass auf staatlicher Ebene Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert werden», sagt Niklas Nikolajsen. Der gebürtige Däne ist Geschäftsführer und Mitbegründer der Bitcoin Suisse AG. Sein Startup-Unternehmen kauft und verkauft die Kryptowährung. Die in der Schweiz kaum wahrgenommene Pioniertat war denn auch in den letzten Tagen das grosse Thema in den einschlägigen Foren der digitalen Finanzbranche.

Es ist alles andere als ein Zufall, dass ausgerechnet Zug bei der staatlichen Anerkennung dieser kontrovers diskutierten Technologie den Eisbrecher spielt. In den letzten zwei bis drei Jahren haben sich mehr als 15 Firmen aus dem Bereich der digitalisierten Finanzdienstleistungen und Blockchain im Zentralschweizer Kanton angesiedelt. Darunter befindet sich auch die Bitcoin Suisse AG, die in Baar sitzt, keine fünf Kilometer Luftlinie vom Zuger Stadthaus entfernt.

Nicht ohne Stolz sprechen Wirtschaftsvertreter, aber auch Politiker in Anlehnung an das Silicon Valley in Kalifornien vom Crypto Valley am Zugersee. «Im Rahmen unserer Strategie Zug 2035 wollen wir frühzeitig Erfahrungen mit solchen Technologien sammeln», begründet Stadtpräsident Müller seine offensive Haltung. Wenn Zug in den kommenden Jahren zur Smart City werden wolle, sei gerade im Bereich der Finanzdienstleistungen Offenheit nötig, bekräftigt Müller. Luzius Meisser, Präsident der Dachorganisation Bitcoin Association Switzerland, spricht denn auch von einem starken Marketing-Signal: «Zug gibt damit der Branche zu verstehen, dass sie hier willkommen ist.» Dies sei wichtig, auch wenn das Bedürfnis, Bitcoins für Zahlungen im staatlichen Umfeld einzusetzen, gegenwärtig noch nicht allzu gross sein dürfte.

Doch längst nicht alle in Zug teilen die Euphorie. Es gibt auch heftige Kritik am Vorpreschen der Stadtzuger Behörden. Bevor der erste Zuger überhaupt daran denken konnte, seinen Heimatschein mit Bitcoins zu bezahlen, hob die SVP bereits den Mahnfinger. «Es ist höchst bedenklich, dass eine staatliche Behörde Bitcoins akzeptiert. Denn es handelt sich nicht um eine sichere Währung», meint der Zuger SVP-Gemeinderat Gregor Bruhin warnend. Tatsächlich häuften sich in letzter Zeit die Anzeichen, dass die Kryptowährung von ihrer Konzeption her und technisch an Grenzen stösst. Auch die anhaltenden Diskussionen, wer die Kryptowährung erfunden habe, tragen nicht gerade zur Vertrauensbildung bei.

SVP mahnt zur Vorsicht

In einem eilends im Stadtparlament eingereichten Vorstoss macht die SVP die Zuger Stadtregierung darauf aufmerksam, dass das Geld- und Währungswesen gemäss Bundesverfassung allein Sache des Bundes ist. Weiter sei per Gesetz in der Schweiz die offizielle Währungseinheit und das gesetzliche Zahlungsmittel der Schweizerfranken. «Mit ihrem Versuch könnte die Stadt Zug die Stellung des Bargeldes untergraben», befürchtet Bruhin.

Mit wohlwollendem Interesse wird das städtische Pilotprojekt demgegenüber beim Kanton Zug zur Kenntnis genommen. «Es ist gut, wenn der Staat definiert, unter welchen Bedingungen Kryptowährungen wie Bitcoins akzeptiert werden. Das werden wir in der Stadt Zug nun genau verfolgen», erklärt Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (fdp.) auf Anfrage.

Aktiv gesucht oder gefördert haben Kanton und Stadt ihre neue Rolle als Crypto Valley nicht. Der Kanton Zug betreibt weder eine Industrie- noch eine Cluster-Politik und wendet dafür auch keine finanziellen Mittel auf, weder direkte Beiträge noch Steuerermässigungen. «Der neu entstehende Cluster von Kryptowährungen und Blockchain passt jedoch sehr gut in die Zuger Wirtschaftsstruktur, wo nebst dem Cluster Finanzdienstleister auch ein grosser Cluster ICT in den letzten 15 Jahren entstanden ist», erklärt Michel einen Teil des Aufschwungs.

1000er-Note abschaffen

Die Ansiedlung verschiedener Firmen hat jedoch auch viel mit persönlicher Vernetzung zwischen den Akteuren zu tun. So hat sich mit dem Südafrikaner Johann Gevers einer der Stars der Szene vor drei Jahren am Zugersee niedergelassen und bald weitere Pioniere in die Zentralschweiz gelockt, die vom steuerlich milden und nicht allzu stark regulierten Umfeld begeistert sind. Gevers’ Startup-Unternehmen Monetas hat eine App für globale Geldtransfers entwickelt. Sie soll das Tauschen von Währungen weltweit vergünstigen und vereinfachen, natürlich ohne den Einbezug von Geldinstituten.

Zu den Schwergewichten der Blockchain-Branche gehört auch die Firma Xapo, die unter anderem die sichere Aufbewahrung von Bitcoin anbietet. In ihrem Verwaltungsrat sitzt unter anderem Lawrence Summers, der unter Bill Clinton amerikanischer Finanzminister und später Chefökonom der Weltbank war. Am Montag forderte Harvard-Professor Summers in seiner Kolumne in der «Financial Times», die Welt solle die Schweiz dazu bewegen, die Ausgabe der 1000er-Note zu stoppen. Womit sich der Kreis zu den Befürchtungen der Zuger SVP geschlossen hätte.

So weit will Stadtpräsident Dolfi Müller natürlich nicht gehen, hingegen hält er die Verwendung von Bitcoins durchaus für ausbaufähig. «Ich kann mir vorstellen, dass es in absehbarer Zeit möglich ist, auch die Steuerrechnung mit Bitcoins zu begleichen», gibt sich Müller überzeugt. In Zug hat die Revolution des weltweiten Finanzsystems also erst begonnen.

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Crypto Valley reicht neu bis ins Stadthaus

Gebühren direkt am Schalter der Einwohnerkontrolle im Stadthaus mit Bitcoins begleichen? In der Stadt Zug wird das ab dem 1. Juli Realität: An seiner Sitzung vom 3. Mai 2016 hat der Stadtrat beschlossen, Bitcoins für Leistungen bis 200 Franken als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Er will damit für Firmen der digitalen Finanzbranche in der Region Zug ein Zeichen setzen.

Innert weniger Jahre hat sich die Region Zug zu einem eigentlichen Cluster für Unternehmen der digitalen Finanzbranche (FinTech) entwickelt. Zum «Crypto Valley» Zug zählen bereits mehr als 15 Firmen. Mit der Akzeptanz von Bitcoins als Zahlungsmittel will der Stadtrat gegenüber den FinTech-Unternehmen und der Öffentlichkeit ein Zeichen setzen. Stadtpräsident Dolfi Müller sagt dazu: «Wir wollen unsere Offenheit für die neuen Technologien zum Ausdruck bringen und frühzeitig eigene Erfahrungen sammeln. Und wir werden FinTech-Unternehmen der Region Zug zu einem Gedankenaustausch mit dem Stadtrat einladen. Es ist unser Ziel, deren Bedürfnisse für eine optimale Entwicklung in unserem Lebens- und Wirtschaftsraum genauer kennenzulernen.»

Das Pilotprojekt der Stadtverwaltung bleibt vorerst auf gebührenpflichtige Leistungen der Einwohnerkontrolle der Stadt Zug bis zu einer Grenze von 200 Franken beschränkt. Ende 2016 erfolgt eine Analyse der gemachten Erfahrungen. Dann entscheidet der Stadtrat, ob Bitcoins und allenfalls andere digitale Währungen in Zukunft als Zahlungsmittel für weitere städtische Dienstleistungen akzeptiert werden sollen.

Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit mit einem weltweiten, dezentralen Zahlungssystem. Überweisungen werden direkt zwischen den Nutzern über das Internet abgewickelt, ohne dass dazu eine zentrale Abwicklungsstelle notwendig ist. Die Überweisung von Bitcoins wird in Transaktionen abgewickelt, die ähnlich funktionieren wie eine Banküberweisung, jedoch ohne Bank. Der Zahlende muss lediglich die Bitcoin-Adresse (vergleichbar mit der Kontonummer) des Zahlungsempfängers kennen, um einen Betrag zu überweisen. In der Blockchain, einer Art Register, werden alle Transaktionen verzeichnet. Der Kurswert von Bitcoins ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage.

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